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Präimplantationsdiagnostik (PID)

Diese fortgeschrittene Technik wurde erstmals in den frühen 1990er Jahren entwickelt. Sie wird verwendet, um genetische Krankheiten und Chromosomenstörungen bei Embryonen zu erkennen, die durch In-Vitro-Fertilisation (IVF) entstanden sind. Bis zu 60 % der frühzeitigen Fehlgeburten sind auf chromosomale Anomalien zurückzuführen.

Derzeit stehen je nach den Bedürfnissen eines jeden Paares verschiedene Arten der PID zur Verfügung. PID beinhaltet im Wesentlichen die Entnahme und genetische Analyse der Early-Stage-Embryonen (etwa drei Tage alt). Gesunde Embryonen mit normaler genetischer und chromosomaler Struktur werden ausgewählt und in die Gebärmutter zur Implantation übertragen.

PID beinhaltet nicht die Manipulation des genetischen Materials in den Embryonen, sondern sie ermöglicht eher die Auswahl zwischen ihnen. Die PID kann die meisten bekannten genetischen Mutationen erkennen. Sie wird allgemein von Paaren in Anspruch genommen, die dem Risiko unterliegen, ein Kind mit einer schweren genetischen Störung zu bekommen, einschließlich chromosomaler Erkrankungen wie Down-Syndrom und anderen genetischen Störungen wie zystische Fibrose, Sichelzellenanämie, Tay-Sachs-Krankheit, Huntington-Chorea und spinaler Muskelatrophie.

Preimplantation Genetic Screening (PGS)

Diese PID-Variante wird in der  Life-Klinik ebenfalls angeboten. Sie wird speziell dazu angewendet,  Aneuploidie, eine Chromosomenstörung,  zu erkennen. Vielleicht die bekannteste Form ist das Down-Syndrom, bei dem  ein zusätzliches Chromosom vorhanden ist.

Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH)

Dies ist eine relativ neue Technologie, welche im Labor verwendet wird, um festzustellen, ob die richtige Anzahl bestimmter Chromosomen in der Eizelle oder im Embryo vorhanden ist. Die Chromosomen, die am häufigsten mit Missbildungen während der Schwangerschaft zu tun haben, werden analysiert. Dies sind die Chromosomen 13, 16, 18 und 22. Fluoreszenz-Signale binden sich an diese Chromosomen, um ihre Zahl ermitteln zu können. FISH hat eine publizierte Genauigkeit von 95 %. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass diese Analyse in einigen Fällen zeigt, dass keine normalen Embryonen für den Transfer zur Verfügung stehen, oder dass die Chancen, überzählige Embryonen aus einer Eizellenentnahme aufbewahren zu können, vermindert sein können.

the risks of chromosomal disorders such as Down syndrome increase with maternal age.